Prostata-MRT

Sie möchten Klarheit über Ihre Prostata-Gesundheit gewinnen – ohne invasive Eingriffe und ohne Röntgenstrahlung? Die multiparametrische MRT der Prostata (mpMRT) bietet Ihnen eine schonende und präzise Diagnostik.

Prostata-MRT: Präzise Diagnostik bei Verdacht auf Prostatakarzinom

Die multiparametrische MRT der Prostata (mpMRT) ist eine sehr sensitive Methode zur Beurteilung des Prostatagewebes. Sie kombiniert mehrere MRT-Sequenzen und stellt neben der Anatomie auch Zelldichte und Durchblutung dar – das erklärt ihre hohe diagnostische Aussagekraft.

Mit rund 79.600 Neuerkrankungen pro Jahr (Robert Koch-Institut, Daten 2023) ist das Prostatakarzinom die häufigste Krebserkrankung des Mannes in Deutschland und zugleich die zweithäufigste krebsbedingte Todesursache. Im Laufe seines Lebens muss etwa einer von sieben Männern damit rechnen, diese Diagnose zu erhalten. Bei früher Erkennung ist die Heilungschance hoch – die relative 5-Jahres-Überlebensrate liegt bei rund 91 %.

Vorteile der mpMRT der Prostata in unserer Praxis

  • Modernste 3-Tesla-Technologie – Unser Hochfeld-MRT bietet eine hohe räumliche Auflösung. Studien zeigen, dass 3-Tesla-Geräte gute Voraussetzungen für die Prostata-Diagnostik bieten.

  • Spezialisierung auf Prostata-Diagnostik – Befundung durch einen nach DRG Q2-zertifizierten Radiologen. Die Qualität der Auswertung ist für die diagnostische Genauigkeit entscheidend.

  • Standardisierte Befundung – Sie und Ihr Urologe erhalten einen strukturierten Bericht, der die weitere Behandlungsplanung erleichtert.

  • Schnelle Befunderstellung – In der Regel erhalten Sie Ihre Ergebnisse innerhalb weniger Tage, häufig bereits am Untersuchungstag. Auf Wunsch im persönlichen Arztgespräch mit Dr. Ashoori.

  • Persönliche Betreuung – In unserer barrierefreien Praxis in Essen nehmen wir uns Zeit für Ihre Fragen. Bei Klaustrophobie oder Anspannung begleiten wir Sie einfühlsam.

  • Direkter Austausch mit dem überweisenden Arzt – Wir kommunizieren auf Wunsch direkt mit Ihrem Urologen und stellen die Ergebnisse zeitnah bereit.

Schnelle Termine: Wir sind für Sie da!

Bei uns erhalten Sie zeitnah einen Termin, häufig bereits am Folgetag oder in derselben Woche. Wir freuen uns auf Ihren Anruf.

MRT

mpMRT der Prostata: So läuft die Untersuchung ab

Der Ablauf ist klar strukturiert und patientenfreundlich. Eine aufwendige Vorbereitung ist nicht erforderlich.

 

Schritt 1: Vorbereitung und Aufklärung

Bei der Terminvereinbarung klären wir Sie über den gesamten Ablauf auf. Bitte bringen Sie vorhandene Befunde, Laborwerte und Ihren letzten PSA-Wert mit – diese Informationen helfen bei der Beurteilung.

Zur Vorbereitung empfehlen wir: Verzichten Sie etwa 4 Stunden vor der Untersuchung auf größere Mahlzeiten sowie auf stark blähende Speisen. Vollständige Nüchternheit ist nicht erforderlich. Während der Untersuchung erhalten Sie ein Medikament zur Beruhigung der Darmbewegung sowie ein MRT-Kontrastmittel über einen venösen Zugang.

 

Schritt 2: Die MRT-Untersuchung

Die eigentliche MRT-Untersuchung dauert etwa 30 Minuten. Sie liegen entspannt auf dem Rücken, während das 3-Tesla-MRT hochauflösende Bilder Ihrer Prostata aufnimmt.

Wir arbeiten nach den aktuellen ESUR-Richtlinien und kombinieren mehrere Sequenzen: T2-gewichtete anatomische Aufnahmen in mehreren Ebenen, diffusionsgewichtete Bildgebung und kontrastverstärkte Aufnahmen. Diese Kombination ist die Grundlage der multiparametrischen Auswertung.

Kopfhörer reduzieren die Geräusche des MRT-Geräts. Über ein Kommunikationssystem bleiben Sie jederzeit mit unserem Team in Kontakt.

 

Schritt 3: Befundung und Ergebnisse

Nach der Untersuchung wertet Dr. Ashoori Ihre MRT-Bilder nach dem standardisierten PI-RADS-Scoring (Version 2.1) aus. Diese fünfstufige Klassifikation beschreibt die Wahrscheinlichkeit für ein klinisch relevantes Prostatakarzinom und gibt Ihrem Urologen eine klare Grundlage für das weitere Vorgehen.

Die Befundübermittlung erfolgt häufig noch am selben Tag, spätestens innerhalb weniger Tage.

Für wen ist die Prostata-MRT geeignet?

Die mpMRT der Prostata kommt insbesondere in folgenden Situationen in Frage:

Männer mit erhöhtem PSA-Wert

Bei einem im Verlauf auffälligen PSA-Wert empfiehlt die aktuelle S3-Leitlinie eine MRT der Prostata vor einer Gewebeentnahme. So lassen sich unnötige Biopsien vermeiden und auffällige Areale gezielt abklären.

Männer mit familiärem Risiko

Bei genetischer Vorbelastung kann eine frühzeitige Bildgebung sinnvoll sein. Beginn und Intervalle besprechen Sie individuell mit Ihrem Urologen.

Nach negativer Biopsie bei fortbestehendem Verdacht

Wenn trotz Gewebeentnahme der Karzinom-Verdacht besteht und der PSA-Wert weiter ansteigt, kann die mpMRT zusätzliche Klarheit schaffen und eine gezielte Re-Biopsie vorbereiten.

Im Rahmen der aktiven Überwachung (Active Surveillance)

Bei niedriggradigen Tumoren, die nicht sofort behandelt werden, dient die mpMRT der regelmäßigen Verlaufskontrolle.

Wichtig: Was vor der Untersuchung zu beachten ist

Metallische Implantate, Herzschrittmacher können die MRT selbst einschränken. Bei Klaustrophobie bieten wir unterstützende Maßnahmen an. In einem Vorgespräch klären wir individuelle Fragen sorgfältig ab.

Häufig gestellte Fragen zur Prostata-MRT

Was ist eine multiparametrische MRT der Prostata?

Die mpMRT ist ein bildgebendes Verfahren, das mehrere MRT-Parameter kombiniert: T2-gewichtete anatomische Aufnahmen, diffusionsgewichtete Bilder und kontrastverstärkte Sequenzen. Diese Kombination ermöglicht eine präzise Beurteilung des Prostatagewebes – ohne Röntgenstrahlung.

Wie lange dauert die Untersuchung?

Die reine MRT-Untersuchung dauert etwa 30 Minuten. Mit Vorbereitung, Aufklärung und Nachgespräch sollten Sie insgesamt etwa 60-90 Minuten einplanen.

Wann erhalte ich die Ergebnisse?

In den meisten Fällen erhalten Sie den Befund noch am selben Tag, spätestens innerhalb weniger Tage. Auf Wunsch übermitteln wir den Bericht direkt an Ihren Urologen.

Kann die MRT eine Biopsie ersetzen?

Bei einem unauffälligen MRT-Befund (PI-RADS 1 oder 2) kann nach aktueller S3-Leitlinie häufig auf eine Biopsie verzichtet werden. Bei höheren PI-RADS-Werten (4 bis 5) ermöglicht die MRT eine gezielte Gewebeentnahme an der auffälligen Stelle statt einer breit gestreuten systematischen Biopsie.

Welche Nebenwirkungen können auftreten?

Die MRT-Untersuchung selbst ist schmerzfrei und in der Regel sehr gut verträglich. Das verwendete Kontrastmittel auf Gadolinium-Basis ist gut verträglich; sehr selten kann es zu allergischen Reaktionen kommen. Hinweise auf Lärmbelastung im Gerät und unterstützende Maßnahmen bei Klaustrophobie besprechen wir mit Ihnen vorab.

Wie oft sollte die Untersuchung wiederholt werden?

Das hängt von Ihrer individuellen Situation ab. Im Rahmen der aktiven Überwachung eines niedriggradigen Tumors empfiehlt die Leitlinie Kontrollen in definierten Intervallen. Bei unauffälligem Erstbefund richtet sich eine Wiederholung nach dem PSA-Verlauf und dem klinischen Befund – das entscheidet Ihr Urologe.

Ist die Untersuchung bei Klaustrophobie möglich?

Ja. Wir begleiten Patienten mit Platzangst einfühlsam. Offene Kommunikation, eine ruhige Atmosphäre und unterstützende Maßnahmen helfen, die Untersuchung gut zu überstehen. Unser Team ist speziell im Umgang mit Patientinnen und Patienten mit Klaustrophobie geschult.

Muss ich nüchtern zur Untersuchung kommen?

Eine vollständige Nüchternheit ist nicht erforderlich. Verzichten Sie etwa 4 Stunden vor dem Termin auf größere Mahlzeiten und blähende Speisen, um eine optimale Bildqualität zu unterstützen.

rößere Mahlzeiten und blähende Speisen, um optimale Bildqualität zu gewährleisten.

Was kostet eine Prostata-MRT? Übernimmt die Krankenkasse die Kosten?

Die mpMRT der Prostata ist in unserer Privatpraxis eine Leistung für Privatpatienten und Selbstzahler. Die Abrechnung erfolgt nach der Gebührenordnung für Ärzte (GOÄ). Wir informieren Sie im Vorgespräch transparent über die zu erwartenden Kosten.

* Aktuell nur möglich bei Herzschrittmachern und Defibrillatoren der Firmen Biotronik & Boston Scientific.