MRT mit Schrittmacher

Sie tragen einen Herzschrittmacher oder Defibrillator und haben gehört, dass eine MRT-Untersuchung bei Ihnen nicht möglich ist? Diese Einschätzung ist heute überholt: Moderne Implantate und spezialisierte Abläufe machen eine MRT unter definierten Bedingungen in vielen Fällen sicher möglich.

Wichtige Information

Wir bieten MRT-Untersuchungen auch bei Trägern von Schrittmachern und Defibrillatoren an. Voraussetzung ist ein vom Hersteller als MR-conditional (bedingt MRT-tauglich) freigegebenes System. Aktuell sind bei uns Untersuchungen mit Implantaten der Firmen Biotronik, Boston Scientific und Medtronic möglich. Weitere Hersteller prüfen wir gerne individuell. Sprechen Sie uns gerne an.

MRT trotz Herzschrittmacher - so geht das

Lange Zeit galt ein Herzschrittmacher oder Defibrillator (ICD) als absoluter Ausschlussgrund für eine MRT. Das hat sich in den letzten Jahren grundlegend geändert: Moderne, vom Hersteller als MR-conditional freigegebene Systeme erlauben MRT-Untersuchungen unter klar definierten Bedingungen.

Damit eine MRT-Untersuchung sicher durchgeführt werden kann, sind erfahrenes Personal, klare Abläufe und eine enge Zusammenarbeit mit der Kardiologie erforderlich. Die Radiologie am Stadtgarten in Essen bietet diese spezialisierte Diagnostik Privatpatienten, Selbstzahlern und BG-Patienten an.

Das zeichnet unsere Schrittmacher-MRT aus

  • Enge Zusammenarbeit mit der Kardiologie – Die Umprogrammierung des Schrittmachers in den MRT-Modus erfolgt durch kardiologisches Fachpersonal. Während der Untersuchung sind Sie kontinuierlich überwacht.

  • Etablierte Sicherheitsprotokolle – Wir orientieren uns an den aktuellen Empfehlungen der Deutschen Gesellschaft für Kardiologie (DGK) und der Deutschen Röntgengesellschaft (DRG) sowie an den Herstellervorgaben Ihres Implantats.

  • Schnelle Befundübermittlung – In der Regel erhalten Sie Ihren Befund bereits am Untersuchungstag.

  • Persönliche Betreuung – Vor jeder Untersuchung klären wir Sie ausführlich auf und nehmen uns Zeit für Ihre Fragen.

Schnelle Termine für eine präzise Diagnostik.

Bei uns erhalten Sie zeitnah einen Termin. Vor der Terminvergabe prüfen wir gemeinsam mit Ihnen, ob Ihr Implantat für die geplante Untersuchung freigegeben ist.

So geht es nach
Ihrer Untersuchung weiter

Nach der Untersuchung durchlaufen Sie bei uns drei klar strukturierte Schritte:

MRT MSK

Auswertung & Befundung

Ihre Untersuchungsbilder werden analysiert, ausgewertet und befundet. Die Befundung erfolgt persönlich durch Dr. Ashoori.

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MRT MSK

Befundgespräch

Sie erhalten ein ausführliches und verständliches Arztgespräch mit Dr. Ashoori zu Ihrem Befund und der ermittelten Diagnose.

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MRT MSK

Patientenportal

Zum Abschluss Ihres Besuchs bekommen Sie einen digitalen Zugang zu unserem Patientenportal. Dort finden Sie Ihren Befund und Ihre Bilder.

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Radiologie am Stadtgarten Essen – dekoratives Kartenmotiv

So läuft Ihre MRT-Untersuchung mit Schrittmacher ab

Der Ablauf ist klar strukturiert und auf Ihre Sicherheit ausgerichtet. In drei aufeinander abgestimmten Schritten begleiten wir Sie durch die Untersuchung:

Schritt 1: Vorabklärung und Terminvereinbarung

Vor der Terminvergabe prüfen wir gemeinsam mit der Kardiologie die MRT-Eignung Ihres Implantats. Dazu benötigen wir:

  • Eine Kopie Ihres Schrittmacher- oder ICD-Ausweises mit Herstellerangaben

  • Die Indikation für die geplante MRT-Untersuchung

Auf dieser Basis legen wir die individuellen Untersuchungsbedingungen fest.

Schritt 2: Vorbereitung am Untersuchungstag

Am Tag der Untersuchung treffen wir folgende Vorbereitungen:

  • Umprogrammierung Ihres Schrittmachers in den MRT-Modus durch kardiologisches Fachpersonal

  • Anschluss einer kontinuierlichen EKG- und Pulsüberwachung

  • Kontrolle der Vitalparameter und Bereitstellung der notwendigen Notfallausrüstung

Bei ICD-Trägern werden die Defibrillator-Funktionen für die Untersuchungsdauer temporär deaktiviert.

Schritt 3: Untersuchung und Nachkontrolle

Die MRT-Untersuchung erfolgt unter Einhaltung der herstellerspezifischen Vorgaben. Direkt im Anschluss programmiert das kardiologische Fachpersonal Ihren Schrittmacher zurück und kontrolliert die Funktion von Aggregat und Elektroden.

Den Befund erhalten Sie und Ihr behandelnder Arzt häufig noch am selben Tag, spätestens jedoch innerhalb weniger Tage.

Zusammenfassend gilt: Eine MRT mit Herzschrittmacher oder ICD ist unter definierten Voraussetzungen sicher möglich. Voraussetzung sind ein dafür geeignetes Implantat, ein klar strukturierter Ablauf und die enge Zusammenarbeit zwischen Radiologie und Kardiologie.

Häufig gestellte Fragen zur MRT mit Schrittmacher

Was ist ein MR-conditional Schrittmacher?

Ein MR-conditional (bedingt MRT-taugliches) System ist ein Schrittmacher oder ICD, der vom Hersteller für MRT-Untersuchungen unter bestimmten Bedingungen freigegeben ist. Diese Bedingungen betreffen die Magnetfeldstärke (1,5 oder 3 Tesla), die SAR-Werte und die maximale Untersuchungsdauer. Viele seit den 2010er Jahren implantierte Systeme sind MR-conditional – die genauen Vorgaben unterscheiden sich jedoch von Modell zu Modell.

Wie erkenne ich, ob mein Schrittmacher MRT-tauglich ist?

In Ihrem Schrittmacher- oder ICD-Ausweis ist vermerkt, ob und unter welchen Bedingungen das System für MRT-Untersuchungen freigegeben ist. Im Zweifel klären wir das gerne gemeinsam mit Ihnen und Ihrem Kardiologen – senden Sie uns dazu vorab eine Kopie Ihres Ausweises.

Welche Implantate sind in Ihrer Praxis aktuell möglich?

Wir bieten die MRT-Untersuchung aktuell für Schrittmacher und Defibrillatoren der Firmen Biotronik und Boston Scientific an. Bei Systemen anderer Hersteller prüfen wir die Eignung auf Anfrage individuell.

Welche Risiken bestehen bei einer MRT mit Herzschrittmacher?

Bei korrekter Durchführung im Rahmen der Herstellerfreigabe sind die Risiken gering. Mögliche, in der Regel reversible Effekte sind eine leichte Erwärmung der Elektroden, kurzzeitige Veränderungen der Schrittmacher-Funktion sowie Bildartefakte durch das Aggregat. Durch standardisierte Sicherheitsprotokolle und kontinuierliche Überwachung werden diese Risiken weiter minimiert.

Wie lange dauert die Untersuchung?

Die reine MRT-Untersuchung dauert je nach untersuchter Region 15 bis 45 Minuten. Mit Vorbereitung, Umprogrammierung und Nachsorge sollten Sie insgesamt etwa 90 bis 120 Minuten einplanen.

Wann darf ich nach der Implantation zur MRT?

Nach aktueller DGK-Empfehlung wird in der Regel ein Mindestabstand von 6 Wochen zwischen Implantation und MRT eingehalten – in dieser Zeit wachsen die Elektroden ein. In begründeten Einzelfällen und bei dringender Indikation kann nach individueller ärztlicher Prüfung auch eine frühere Untersuchung möglich sein.

Welche Körperregionen können untersucht werden?

Grundsätzlich sind viele Körperregionen untersuchbar: Kopf, Wirbelsäule, Gelenke, Bauchraum und auch das Herz. In Aggregatnähe können Bildartefakte die Beurteilbarkeit beeinflussen – durch optimierte Sequenzen lassen sich diese reduzieren.

Muss mein Kardiologe bei der Untersuchung anwesend sein?

Die Umprogrammierung und Rückprogrammierung sowie die kardiologische Überwachung erfolgen durch geschultes Fachpersonal in Kooperation mit der Kardiologie.

Wie bereite ich mich auf die MRT-Untersuchung vor?

Bringen Sie bitte Ihren Schrittmacher- oder ICD-Ausweis, eine aktuelle Medikamentenliste und gegebenenfalls eine Überweisung mit. Informieren Sie uns vorab über alle Implantate und frühere Herzoperationen. Hinweise zu Essen, Trinken und Medikamenten erhalten Sie individuell bei der Terminvereinbarung.

Was kostet die Untersuchung? Übernimmt die Krankenkasse die Kosten?

Die MRT in unserer Privatpraxis ist eine Leistung für Privatpatienten, Selbstzahler und BG-Patienten. Die Abrechnung erfolgt nach der Gebührenordnung für Ärzte (GOÄ). Über die zu erwartenden Kosten informieren wir Sie transparent im Vorfeld.

* In Kooperation mit der Kardiologie.

Aktuell nur möglich bei Herzschrittmachern und Defibrillatoren der Firmen Biotronik & Boston Scientific.