CT Herz / FFR-CT

Die CT des Herzens ermöglicht eine exakte und nicht-invasive Darstellung der Herzkranzgefäße und ihrer Durchblutung und kann eine koronare Herzerkrankung im frühen Stadium erkennen. Ergänzt um das Verfahren der FFR‑CT kann sogar die funktionelle Bedeutung einer Engstelle sehr verlässlich beurteilt werden – also ob sie die Durchblutung des Herzmuskels tatsächlich beeinträchtigt.

Wann wird eine Herz-CT durchgeführt und wann ist sie sinnvoll

Weltweit zählen Herz-Kreislauf-Erkrankungen weiterhin zu den häufigsten Todes- und Krankheitsursachen.
Die koronare Herzkrankheit (KHK) bleibt global eine der Hauptursachen für Symptome, Morbidität und Mortalität. In Deutschland war die ischämische Herzerkrankung (deren häufigste Ursache die KHK ist) im Jahr 2024 bei Männern die häufigste und bei Frauen die zweithäufigste Todesursache.

 

Internationale Leitlinien befürworten die Koronar-Computertomographie-Angiographie (CCTA) als Erstlinienuntersuchung bei Patientinnen und Patienten mit Verdacht auf eine stabile symptomatische Herzerkrankung, insbesondere zur Diagnose oder zum Ausschluss einer KHK.

 

So empfehlen die europäischen Leitlinien (ESC-Leitlinien 2024) die Koronar-CT-Angiographie (CCTA) als bevorzugte Erstliniendiagnostik bei Patientinnen und Patienten mit niedriger bis mittlerer Vortestwahrscheinlichkeit für eine obstruktive KHK. Die CCTA ermöglicht eine direkte anatomische Visualisierung der Atherosklerose (obstruktiv und nicht-obstruktiv) und unterstützt die Risikostratifizierung.

Welche Vorteile bietet ein Herz-CT?

  • Schnelle, nichtinvasive Darstellung der Herzkranzgefäße
  • Gemäß Internationaler Leitlinien Diagnostik der Wahl bei stabiler Koronarer Herzkrankheit (KHK)
  • Früher Nachweis oder Ausschluss von Plaque der Herzkranzarterien
  • Exakte Analyse von Durchfluss und Druck in den Herzkranzgefäßen (mittels FFR-CT)

Von internationalen Gesellschaften empfohlen

Internationale Leitlinien befürworten die Koronar-Computertomographie-Angiographie (CCTA) als Erstlinienuntersuchung bei Patientinnen und Patienten mit Verdacht auf eine stabile symptomatische Herzerkrankung, insbesondere zur Diagnose oder zum Ausschluss einer KHK. Viele großangelegte internationalen Studien* haben die Genauigkeit und die hohe Empfindlichkeit der Herz-CT Untersuchung in Kombination mit der FFR-CT Analyse belegt und viele Fachgesellschaften* weltweit empfehlen die CT Diagnostik bei chronischem KHK. Durch die Kombination werden unnötige invasive Katheter Untersuchungen vermieden.

Spezialist für die Herz-Bildgebung

Dr. med. Ashoori verfügt über mehr als 15 Jahre Erfahrung und die höchstmögliche Qualifikationsstufe Q3 für die Herz-CT und Herz-MRT.

CT: Bei uns auch mit Metall-Implantate

In unserer Praxis können auch Patienten mit Metall (z.B. Implantate & eingebauten Geräte) untersucht werden. Wir verwenden spezielle Messungen, um Artefakte zu minimieren. Sprechen Sie uns einfach an, wenn Sie Metall im Körper haben und ein CT benötigen!

CT Herz: Verstopfte Herzgefäße erkennen - ohne Operation

Bei bekanntermaßen mittelschweren Koronarstenosen kann eine aus der CCTA abgeleitete fraktionelle Flussreserve (FFR-CT) erwogen werden, um die funktionelle Signifikanz zu beurteilen. Die FFR-CT-Werte korrelieren gut mit invasiven FFR-Messungen (bislang Goldstandard) und können unnötige invasive Koronarangiographien reduzieren. Ein FFR-CT-Wert ≤ 0,8 gilt als signifikant und identifiziert Patientinnen und Patienten mit hohem Risiko für unerwünschte Ereignisse, die von einer Revaskularisierung profitieren können.

 

Auch die JCS-Leitlinie 2022 positioniert die Koronar-CT-Angiographie als nützlichen diagnostischen Test bei Patientinnen und Patienten mit niedrigem bis mittlerem Risiko, da sie einen exzellenten negativen prädiktiven Wert besitzt. Darüber hinaus erlaubt die CCTA die Beurteilung des Plaqueausmaßes und die Identifikation von Hochrisiko-Plaques, was eine intensivere präventive medikamentöse Therapie ermöglicht.

CT

Mit dem Herz FFR-CT unnötige Herzkatheter vermeiden

Eine Schwäche der CT-Koronarangiographie besteht darin, dass Stenosen tendenziell überschätzt werden können, was zu unnötigen invasiven Koronarangiographien führen kann.

Hier hat sich die FFR-CT (fraktionelle Flussreserve, berechnet aus bereits vorhandenen CT-Daten) als hilfreiches Verfahren erwiesen, um die funktionelle Signifikanz intermediärer Stenosen zu beurteilen. Die Kombination aus CCTA und FFR-CT erhöht Spezifität, positiven prädiktiven Wert und diagnostische Genauigkeit gegenüber der alleinigen CCTA zur Detektion hämodynamisch relevanter Gefäßeinengungen.

 

Im Gegensatz zum akuten Koronarsyndrom, bei dem die Patientinnen und Patienten letztlich die Diagnose eines akuten Myokardinfarkts oder einer instabilen Angina pectoris (belastungsunabhängige Beschwerden ohne ausreichendes Ansprechen auf Medikamente) erhalten, handelt es sich beim chronischen Koronarsyndrom um eine Gruppe klinischer Präsentationen, die durch strukturelle oder funktionelle Veränderungen im Zusammenhang mit chronischen Erkrankungen der Koronararterien oder der Mikrozirkulation bedingt sind.
Diese Veränderungen können zu einem vorübergehenden, reversiblen Ungleichgewicht zwischen myokardialem Sauerstoffbedarf und -angebot führen, was eine Hypoperfusion (Ischämie) zur Folge hat. Die Symptome reichen von Angina pectoris über andere Brustbeschwerden bis hin zu Dyspnoe und treten typischerweise bei körperlicher Belastung, emotionalem Stress oder Aufregung auf; Patientinnen und Patienten können jedoch auch asymptomatisch sein.

 

Obwohl die Erkrankung über lange Zeit stabil verlaufen kann, handelt es sich um einen dynamischen Prozess, der häufig fortschreitend ist und jederzeit in ein akutes Koronarsyndrom übergehen kann.

Schnelle Termine für eine präzise Diagnostik.

Bei uns erhalten Sie schnellstmögliche Termine. Wir freuen uns auf Ihren Anruf.

Wie geht es nach
der Herz Untersuchung weiter?

Die CT-Ergebnisse sind ein zentraler Baustein für die weitere Behandlung. Sie zeigen präzise, welche Strukturen in Ihrem Herz betroffen sind und wie schwer die Veränderungen ausgeprägt sind. Auf dieser Basis kann Ihr Hausarzt dann gezielt die weitere Therapie planen und durchführen. 

 

Nach der Untersuchung passiert bei uns in der Praxis die folgenden Abläufe:

MRT MSK

Auswertung & Befundung

Ihre Untersuchungs-Bilder werden analysiert, ausgewertet und befundet. Der Befund wird von Dr. Ashoori direkt erstellt.

01

MRT MSK

Befundgespräch

Sie erhalten ein ausführliches und verständliches Arztgespräch mit Dr. Ashoori rund um Ihren Befund und die ermittelte Diagnose.

02

MRT MSK

Patienten-Etikett

Zum Abschluss Ihres Besuchs bekommen Sie von uns einen digitalen Zugang zum Patienten-Portal. Dort finden Sie Ihren Befund und Ihre Bilder.

03

Gibt es Nebenwirkungen?

Die CT gilt als sehr schonendes und risikoarmes Verfahren. Alle Untersuchungen erfolgen mit geringer Röntgenstrahlung. 

Röntgenstrahlung:

Die Strahlenbelastung ist im Verhältnis zur Herzkatheter-Untersuchung und dank neuester Detektoren weitaus geringer als früher. 

Kontrastmittel:

Eine Kontrastmittelgabe ist in den meisten Fällen problemlos möglich. Kontrastmittel wird gespritzt, um die Gefäße des Herzens besser darzustellen. Dieses Kontrastmittel ist jodhaltig und in der Regel gut verträglich. In sehr seltenen Fällen kann es zu leichten Reaktionen kommen. Allergien sind extrem selten. 

Platzangst:

In der Computertomografie ist der Ring nur sehr kurz und groß im Durchmesser. Platzangst hat man hier nicht.

Zusammenfassend gilt: Ein Herz-CT ist eine umfassende, schnelle und zielführende Diagnostik des kardialen Systems. 

Häufig gestellte Fragen zum CT Herz

Wie bereite ich mich auf eine MRT vor?

In den meisten Fällen ist keine besondere Vorbereitung erforderlich. Bei bestimmten Untersuchungen kann ein Kontrastmittel verabreicht werden, um eine genauere Diagnose zu erhalten. Falls ein Kontrastmittel notwendig ist, verwenden wir nur sehr gut verträgliche Präparate (Originalpräparate, keine Generika) und achten auf Ihre Sicherheit.

Vor speziellen Untersuchungen wie CT-Herz, MRT-Herz oder Schmerztherapien gibt es einige Punkte zu beachten, die  im Vorgespräch persönlich mit Ihnen besprochen werden. So stellen wir sicher, dass Ihre Untersuchung bzw. Behandlung optimal vorbereitet und sicher durchgeführt wird.

Ist eine MRT gefährlich oder unangenehm?

Nein, alle Untersuchungen sind schmerzfrei und werden von den meisten Patientinnen und Patienten sehr gut vertragen. Bei derMRT gibt es keine Strahlenbelastung. Falls ein Kontrastmittel notwendig ist, verwenden wir nur sehr gut verträgliche Präparate (Originalpräparate, keine Generika) und achten auf Ihre Sicherheit.

Wie lange dauert die MRT-Untersuchung?

Eine MRT dauert meist zwischen 15 bis 35 Minuten.

Wann bekomme ich die Ergebnisse?

Dr. Ashoori befundet Ihre Aufnahmen in der Regel noch am selben Tag und bespricht diese auch mit Ihnen nach der Untersuchung. Die Ergebnisse werden anschließend direkt in IHr Patientenportal und an Ihren überweisenden Arzt weitergeleitet, damit die nächsten Schritte schnell eingeleitet werden können.

Wo befindet sich die Radiologie am Stadtgarten?

Unsere Praxis befindet sich im Zentrum von Essen im Südviertel. Gegenüber ist der Stadtgarten und die Philharmonie und das Aalto-Theater. Sie finden uns im Innenhof an der Brunnenstr. 15-17, 45124 Essen.

Hat Ihre Praxis Parkplätze?

Ja, direkt nach der Einfahrt zum Innenhof finden Sie kostenlose Parkplätze mit der Aufschrift „RADIOLOGIE“. Hier gelangen Sie direkt zum Praxiseingang.

Wie erreiche ich die Praxis mit dem ÖPNV?

Sie erreichen uns bequem mit den öffentlichen Verkehrsmitteln (ÖPNV). Mit der Buslinie 145 fahren Sie bis zur Haltestelle „Hohenzollernstraße“. Alternativ ist auch die Straßenbahnlinie 101 und 105 mit der Haltestelle „Aalto-Theater“ nur 5 Minuten entfernt.

Ist Ihre Praxis barrierefrei?

Ja, die Praxis befindet sich im Erdgeschoss und ist vollständig ebenerdig. Darüber hinaus verfügen wir über ein behindertengerechtes WC und behindertengerechte Umkleidekabinen.

* Aktuell nur möglich bei Herzschrittmachern und Defibrillatoren der Firmen Biotronik & Boston Scientific.